Daher, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine
Freude und mein Siegeskranz, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte! Die
Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, dieselbe Gesinnung zu haben
im Herrn! Ja, ich bitte auch dich, mein rechter Gefährte, stehe ihnen bei, die
in dem Evangelium zusammen mit mir gekämpft haben, auch mit Klemens und meinen
übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind.
Philipper 4,1-3
Die Christen in Philippi sind ein Dreichfaches für
Paulus:
- Geliebte und ersehnte Brüder
- Freude
- Siegeskranz
Welch eine Beschreibung über Menschen, die der Apostel
kennen gelernt hat. Ja viel mehr, er hat sie lieben gelernt. Er hat selbst die
Liebe Jesu Christi erfahren, den Philippern von dieser Liebe erzählt, er hat
sie geliebt und tut das auch immer noch. Darum hat er eine starke Sehnsucht
nach ihnen (siehe auch 1. Thessalonicher 2,17-20). Wir erinnern uns: Paulus
schreibt aus dem Gefängnis und würde sie gerne wieder sehen!
Desweiteren sind die Philipper die Freude des Paulus.
Na klar: Er freut sich so sehr über die Menschen, die Jesus als ihren Herrn und
Retter angenommen haben. Der Brief an sie strahlt immer wieder diese Freude des
Paulus aus (siehe z.B. Philipper 2,17-18).
Die dritte Beschreibung klingt vielleicht etwas
seltsam: „Siegeskranz“… wie kann denn eine Gemeinde ein Siegeskranz für den
Apostel Paulus sein? Nun, Paulus hat dort in Philippi gewirkt und er hat Menschen
zu Christus geführt. Durch ihn sind Menschen zum Glauben an Jesus Christus
gekommen. Doch war das nicht Paulus großes Werk mit dem er sich auf die
Schulter hätte klopfen können, sondern Gottes Werk (vgl. auch Philipper 2,12-13
und Epheser 2,8-10): Gottes Gnade machte es möglich, dass das Evangelium den
Sieg in Philippi, genauer gesagt in den Herzen der Menschen erringt! Für diesen
Sieg, wo Paulus natürlich kräftig für gearbeitet hat und sich ganz hingegeben
hat, wird er auf den Tag Christi gesehen (das ist die Wiederkunft Christi: Vgl.
1. Thessalonicher 2,19) einen Kranz bekommen. Denn er hat zur Ehre Gottes
gewirkt und Menschen zu Jesus geführt.
Ist das nicht erstaunlich, wie dieser Paulus hier
schreibt? Aber ja, so ist es noch heute: Echte Christen, d.h. Christus-Nachfolger,
sind in der Gemeinde und leben eine ganz besondere Beziehung. Sie haben alle
einen Herrn und einen Retter: Jesus Christus! Hast du Jesus Christus auch schon
als deinen Retter und Herrn angenommen? Du brauchst Rettung von deiner Schuld
gegenüber Gott (diese kannst du nicht leugnen!) und er möchte dein Herr sein,
weil er dein Leben besser kennt als du und er sich wünscht, dass du ihm
gehorchst! Nur dadurch gibt es ewiges Leben, nur dadurch kann ein Mensch in den
Himmel kommen. Das macht die Bibel ganz deutlich (z.B. Römer 10,9-10)! Wenn er
noch nicht dein Herr und Retter ist, dann bringe das in Ordnung, beginne eine
Beziehung mit Jesus Christus!
Die Gemeinde in Philippi soll also in dieser Weise
(wahrscheinlich bezogen auf das Bürgerrecht, was im Himmel verfügbar ist – Philipper
3,20-21 – und eben nicht gebunden an diese Welt) fest stehen. Fest nicht
einfach irgendwo, sondern im Herrn! Fest stehen nicht am Geld dieser Welt, an
Freunden, in einem sicheren Haus, sondern im Herrn. Er allein hat die Macht und
die Weisheit, er überblickt alles und lenkt. Nur in Gott, dem Herrn, kann man
fest stehen und mit einer Hoffnung nach vorne blicken: Auf den ewigen
Aufenthalt im Himmel!
Christen stehen fest in ihrem Herrn. Das bedeutet
nicht, dass es keine Schwierigkeiten, Probleme oder Leiden gibt. Sondern das
bedeutet, dass sie ihr ganzes Vertrauen in den unsichtbaren und lebendigen Gott
legen. D.h. ihm so sehr vertrauen, so alltäglich, wie man sich auf einen Stuhl
setzt und vertraut, dass die vier Beine einen tragen. Christen stehen fest im
Herrn und setzen ihr Vertrauen nicht auf die Vergänglichkeiten dieser Welt. Mit
einem Schlag, kann ein Haus umkippen, Geld nichts mehr Wert oder Freunde weg
sein. Nur der Herr ist das Fundament, was bleibt und in dem man fest stehen
kann, denn er ist treu!
Und doch macht Paulus deutlich, dass es in der
Gemeinde eben auch Probleme gibt. Zwei Frauen, Evodia (Wohlgeruch, Lieblichkeit)
und Syntyche (die Glückliche, Erfolgreiche), müssen ermahnt werden. Details
sind hier keine bekannt, aber irgendwie scheint es Stress zu geben. Darum
ermahnt Paulus sie in christlicher Nächstenliebe, dass sie eine Gesinnung haben
sollen (siehe auch Philipper 2,1-4). Und auch hier kommt wieder dieses „im
Herrn“ vor. Das ist der Mittelpunkt, der Dreh- und Angelpunkt, das Fundament,
an dem alles ausgerichtet ist.
Das ist Jesus Christus, der Herr. An ihm ist alles
ausgerichtet, nach ihm rechnen wir Tag für Tag unser Datum, denn er ist das Ein
und Alles, der Anfänger und Vollender, der Herr der Herren, der König der
Könige. Er ist auch heute noch der Herr aller Gläubigen – auch wenn das in der
gefallenen Welt nie in Perfektion umgesetzt werden kann. Und darum braucht es
auch heute noch Menschen, die ermahnen. In aller Sanftmut, mit Liebe und in
Demut. Mögen die Gemeinden dadurch erstarken, dass Christen-Menschen ermahnen
und ermutigen auf dem Weg der Gottesfurcht zu wandeln!
Nun spricht Paulus zu einem Gefährt, einem Menschen,
dem er das alles anvertrauen kann. Es ist ein rechter Gefährte des Paulus und
er soll den beiden Frauen beistehen. Er soll ihnen helfen dieselbe Gesinnung in
Jesus Christus, ihrem Herrn, zu haben, dass sie sich in Demut achten und einer
den anderen höher sieht, als sich selbst. Darüber hinaus bezieht Paulus auch
einen gewissen Klemens (der Milde) und andere Mitarbeiter mit ein. Sie alle
haben der einen Sache gedient: Das Evangelium Gottes – die gute Nachricht – zu
verkündigen! Sie haben dafür gekämpft! Sie rangen darum,
dass Menschen errettet werden und die Ewigkeit bei Gott verbringen können. Sie
rangen darum, dass Menschen ihre Schuld vor Gott und ihre Verlorenheit erkennen
und dass sie verstehen, dass Jesus Christus stellevertretend für sie am Kreuz
auf dem Hügel Golgatha gestorben ist. Er hat alle Schuld auf sich genommen und
ruft noch heute zur Umkehr und zum Glauben auf.
Ja, noch heute! Auch du hast heute noch die Chance
diese Beziehung mit Jesus Christus einzugehen und dich retten zu lassen.
Überlege es dir gut, denn das eben hier hat Konsequenzen für die Ewigkeit. Denn
nur die, die im Buch des Lebens stehen, werden die Ewigkeit bei Gott
verbringen. Stehst auch auf schon dort drin?